Fazit von der IFA 2014

Die IFA 2014 ist vorbei und ich konnte mir für MobileGeeks.de die neuesten Geräte live auf der Messe ansehen. Dabei lassen sich drei große Trends ausmachen.

Curved Displays
Vor der Messe hatte ich den Hype um diese gekrümmten Displays nicht verstanden. Welchen Vorteil sollte man als Kunde daraus ziehen können? Sollten Fernseher nicht besser noch flacher werden? Dieser Trend schien absurde Züge anzunehmen. Allerdings konnte ich mir auf der IFA selbst ein Bild machen. Das Bild gewinnt sogar einen Hauch von räumlicher Tiefe. Daneben kann man auch schräg vor so einem Curved-Display stehen und hat dennoch einen guten Blickwinkel. Samsung demonstrierte den Unterschied auf dem eigenen Stand sehr anschaulich. Dort krümmte sich der Fernseher live vor dem Publikum. Nach einiger Zeit wird der Unterschied wirklich sichtbar und „Curved“ fällt angenehm auf. Noch viel besser ist allerdings die Bildqualität der Monitore geworden. Riesige Bilddiagonalen sind möglich und sorgen spätestens in der eigenen Mietwohnung für Probleme. Diese TV-Geräte brauchen freie Wände und füllen ganze Wohnzimmer aus. Dagegen sind die 4K-Aufnahmen und Auflösungen wirklich spektakulär. Nur wie soll man sich darauf alte Medien in SD, HD und FullHD ansehen? Noch gibt es gar nicht genug 4k Material für den Konsumenten. Daher glichen sich die Demos auf allen Ständen auch sehr. Überall wurden wunderschöne 4K-Naturdokus abgespielt.

SmartHome
Fast alle großen Hersteller haben ihre Vision vom SmartHome präsentiert. Besonders Panasonic veranschaulichte das SmartHome sehr anschaulich mit einer eigenen Tour durch eine Wohnung der Zukunft. Vom Herd bis zum Badezimmerspiegel wird uns Software begleiten. Überall erhalten wir Tipps, Updates und der Fernseher ist vielmehr die Schaltzentrale der eigenen Wohnung. Alle Geräte werden eng miteinander vernetzt und Computerhardware wird zu Möbelstücken. Jedes denkbare Haushaltsgerät kann und wird ans Internet der Dinge angekoppelt. Ob man sich dann allerdings wirklich in Zukunft von einem intelligenten Spiegel die Falten vermessen lassen möchte? Da ist Panasonic wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. In jedem Falle war es sehr beeindruckend ein komplett vernetztes Haus zu sehen. Es gibt keine Möbel mehr. Es gibt nur intelligente Hardware.

SmartWatches und Fitnessbänder
Überall gab es diese FitnessBänder zu sehen. Schritte zählen, Herzfrequenz messen und die sportlichen Aktivitäten sollen analysiert werden. Oftmals bestehen diese Geräte nur aus einem kleinen Stück Plastik und einem elastischen Gummiband. Hier werden jedoch schnell bis zu 270 Euro fällig. Hier stehen ganz klar Sportler im Fokus, obgleich Smartwatches die gleichen Messungen vornehmen. Jede SmartWatch wirbt auch mit diesen Fitness-Optionen und analysiert diese Daten. Vielleicht könnte dieses Segment aufgrund der SmartWatches überflüssig werden. Zumindest sollten diese Gadgets sehr schnell günstig werden. Chinesische Hersteller präsentierten mit ihre Fitness-Bänder schon mit einem Verkaufspreis von unter 20 Dollar. Hier scheint auch die Produktion nicht wirklich aufwendig zu sein. Oftamls verfügen jene Fitness-Gadgets nicht einmal über ein Display.

Fazit:
Wirklich Neues hatte diese IFA 2014 nicht zu bieten. Stattdessen stehen wir am Beginn einer Reise. Alles wird in Zukunft vernetzt werden. Smartphones werden jedes Jahr mit mehr Prozessorleistung ausgestattet. Das Internet der Dinge ist kein Thema mehr für Vorträge unter Nerds. Es kommt nun zum Konsumenten ins Wohnzimmer und wird sich vor dort aus durch das ganze Haus verbreiten. Das Virus konnte man auf der IFA 2014 auf jeden Fall schon einmal erahnen.

Robert Michel

Vater. YouTuber. Social Media Manager. Teste gern Technik & Gadgets.

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