Neato Robotics Botvac D7 Connected im Test

Neato Robotics Botvac D7 Connected

Der Neato Robotics Botvac D7 kommt für ca. 350 als smarter Saugroboter mit vielen praktischen Features daher. Zudem soll sein Design auch die Reinigungen in den Ecken ermöglichen. Nur wie lebt es sich mit dem Sauger in der Praxis?

Neato Robotics Botvac D7 mit App & Alexa

Das Gerät hat eine eigene App für iOS und Android und kann obendrein auch via amazon Alexa bedient werden. Insofern haben wir hier einen smarten Saugroboter, welcher zudem mit Lasertechnologie sehr genau die eigenen vier Wände vermessen soll. Obendrein lassen sich über die App auch geplante Reinigungen und NoGo-Areas einrichten. Sein Akku ist üppig bemessen und vor allem macht der Neato Robotics Botvac D7 keinen Halt vor Teppichkanten und leichten Erhöhungen.

Ersteinrichtung mit Hindernissen

Wer den Neato Robotics Botvac D7 zum ersten Mal laufen lassen möchte, muss erst einmal einen virtuellen Grundriss der Wohnung erstellen lassen. Dazu müssen alle Türen geöffnet sein. Obendrein sollten alle Gegenstände und Kabel verschwinden, welche nicht unbedingt in den Räumen liegen müssen. Wer sich nicht an diese Herangehensweise hält, kann durchaus Schwierigkeiten mit dem Neato bekommen, weil er sich sonst verheddert, oder Räume aufgrund blöder Türstellungen im Grundriss nicht berücksichtigt.

Nicht kompatible Stühle

Ich hatte hier zum Beispiel das Problem, dass die Stühle im Esszimmer für den Neato Robotics Botvac D7 zwar ein Problem sind, aber er kommt rüber. Kommt er über eine Kante, dann will er es auch unbedingt. Er erkennt da keinen Stuhl, sondern seine bemerkenswerte Steigleistung lässt ihn dann auch Offroad über lauter Metallrohre unter dem Esstisch fahren. Dabei kam er dann nur schwer wieder heraus und ich musste die Stühle für einen neuen Grundriss auf den Tisch stellen. Das kann ein wenig Verzweiflung bei der Inbetriebnahme mit sich bringen.

Solche Steigungen sind für den Neato leider kein Problem

NoGo-Areas festlegen

Gerade hier lohnen sich dann die sogenannten NoGo-Areas in der App. Diese kann man als Nutzer nach der Fertigstellung des Grundrisses festlegen. So musste ich leider den kompletten Bereich um den Esstisch als NoGo-Zone festlegen. Ebenso den Bereich um das Katzenfutter, denn der Neato Robotics Botvac D7 ist stark und schiebt da auch schonungslos leichte Schalen vor sich her. Die No-Go Areas muss man allerdings selbst ein wenig erahnen, da man ja keine Luftbildaufnahme der Wohnung in der App sieht, sondern der Grundriss aus vielen, kleinen Punkten besteht. Hier muss man einfach die Zonen großzügig bemessen. Dann hält sich der Roboter aber sehr genau daran.

NoGo Areas mit Linien einrichten

Sehr gute Saugleistung

Aller Anfang ist schwer und man ist richtig glücklich, wenn der Grundriss passt und man die einzelnen Zonen in der Wohnung als „Badezimmer“, „Wohnzimmer“ etc. betitelt hat. Er saugt nämlich sehr gut. Da steckt Power drin und ich war mehr als überrascht, wie gut er den Staub mit seiner Bürste aus den Ecken bekommt. Er ist ja nicht gänzlich rund entworfen worden und somit kommt er durch seine Bauform auch in die Ecken. Das ist schon top! Am Ende seiner Tour fährt er dann selbstständig zur Ladestation zurück und wackelt sich an die Ladekontakte. Das klappt sehr gut, auch wenn er aufgrund seiner Power nicht gerade leise die Wohnung absaugt.

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Leichte Ladestation mit (zu) viel Kabel

Die Ladestation des Neato Robotics Botvac D7 ist unscheinbar und zweckmäßig. Sie hat auf der Rückseite eine clevere Kabelführung und doch wird bei den meisten Nutzern noch sehr viel Kabel daneben liegen, weil sie die Station vielleicht sowieso in der Nähe einer Steckdose befindet. Im Test hat der Neato auch manchmal seine eigene Station bei seiner Saugtour ein wenig verschoben. Das sollte nicht so sein. Hier wäre es besser, wenn die Ladestation mehr Eigengewicht hätte, denn der D7 schiebt sich gern seinen Weg durch die Wohnung.

Die Ladestation ist schlicht gehalten.

Seine Kraft ist seine große Schwäche

Der Neato Robotics Botvac D7 ist smart und kraftvoll, aber manchmal ein wenig dumm. Hat man am Boden einen Lichtschalter für eine Leuchte, so fährt er darüber. Er kann es und schaltet sogar die Lampe an und aus, aber er sollte es nicht tun. Er sollte sich auch merken, dass er Probleme mit den Stühlen im Essbereich hat und nicht jedes Mal wieder zum Bergsteiger mutieren wollen. Das nervt ein wenig, da man schnell NoGo-Areas einrichten muss, weil er es auch nicht lernen will. Gleichzeitig ist seine Power eine Stärke, weil dicker Teppich ihm so gar keine Probleme macht. Da gibt er noch mehr Gas und holt mit der guten Bürste auch Tierhaare aus dem Flor.

Man kann ihm einen Namen geben

Die App ist leicht verständlich aufgebaut und folgt man den Anweisungen, wird man seinen Neato Robotics Botvac D7 sehr schnell in Betrieb nehmen können. Dabei darf man dem Gerät auch einen Namen geben. Ich habe mich hier für „Robohund“ entschieden. Leider sind manche Funktionen in der App aber auch zu rudimentär gewählt. Zum Beispiel kann ich nicht zwei festgelegte Zonen auf einmal saugen. Ich muss erst Badezimmer saugen lassen, dann kann ich ihn auch nochmal neu ins Wohnzimmer schicken. Da wäre es toller, wenn man fix zwei Zonen zur Säuberung anwählen könnte. Leider müssen Zonen auch immer rechteckig sein. Hat man einen „L-Flur“, so kann man ihn nicht nachzeichnen, sondern muss Teile anderer Zonen mitputzen lassen.

Robohund macht die Wohnung sauber

Neue Objekte in der Wohnung

Die eigenen vier Wände verändern sich fortlaufend. Mal steht ein Kinderwagen im Flur, dann Spielzeug der Kinder im Wohnzimmer. Insgesamt kommt der Neato Robotics Botvac D7 damit gut klar. Er „rammt“ leicht den neuen Gegenstand von mehreren Seiten und versucht den Bereich um den Gegenstand herum zu säubern. Sind es allerdings leichte Spielzeuge aus Plastik, so schiebt er sie auch einfach weg. Hier habe ich mir oft ein etwas sensibleres Vorgehen gewünscht, denn er „dittscht“ auch immer wieder gern an Fußleisten, Türen und sonstige Objekte. Hat er sie dann erkannt, so fährt er beim nächsten Mal sehr präzise daran vorbei. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Er „dittscht“ sich auch mitunter seinen Weg durch die Wohnung.

Der Auffangbehälter de Botvac D7 ist leicht entnehmbar.

Fazit: Toller Saugroboter mit Schwächen

Er saugt toll und die Bedienung ist einfach. Dazu ist das Gerät gut verarbeitet und hat eine beträchtliche Steigleistung. Die App ist modern aufgebaut und man kann auch Pläne einrichten. Dazu gibt es auch einen ECO-Modus, damit er ein wenig ruhiger und gleichzeitig sparsamer unterwegs ist. Man ist schnell überrascht vom Neato Robotics Botvac D7, weil er so viel Dreck in seinem Auffangbehälter sammelt. Seine Pieps-Geräusche sind ebenfalls niedlich und einleuchtend. Mitunter fehlt ihm halt ein wenig Cleverness bei der Erfassung der Räumlichkeiten und er ist kein großer Freund von Veränderungen. Vor allem aber schiebt er zu schnell leichtere Objekte vor sich her. Da sollte bei der Software noch optimiert werden.

Robert Michel

Vater. YouTuber. Social Media Manager. Teste gern Technik & Gadgets.

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1 Reaktion

  1. 17. November 2020

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